2026-06: Projektwoche der 3. Klasse

Gut gelaunt machten sich am frühen Morgen des 8. Juni alle Schüler und Schülerinnen der 3. Klasse gemeinsam mit mir, ihrer Klassenlehrerin Manuela Krsnak, und meiner Tochter Nathalie auf den Weg ins Waldviertel. Obwohl einige der Kinder noch nie von zuhause weg waren, lachten alle auf der Busfahrt und freuten sich schon sehr auf eine Woche mit vielen Ausflügen und Erlebnissen.

Gleich auf der Anreise wurde das Stift Zwettl besichtigt. Mittags kamen wir in Rappottenstein am Ferienhof Stanzl an, wurden herzlich von Gabi und Anna-Maria begrüßt und bekamen nach einer Hofführung und dem Zimmerbezug unser erstes hervorragendes Mittagessen – Putenschnitzel mit Erdäpfelsalat. Nachmittags brachte uns der nette Busfahrer Kevin noch zur Papiermühle Mörzinger, wo wir voller Begeisterung Büttenpapier selbst herstellen durften. Zurück im Quartier wurde auf der Spielwiese gespielt und nach dem Abendessen und Tagebuchschreiben gab es noch eine Wanderung bei Einbruch der Dunkelheit.

Am nächsten Morgen marschierten wir dem Kamp entlang zur Burg Rappottenstein, die wir im Anschluss besichtigten. Das Leben im Mittelalter war bestimmt nicht angenehm und das Verlies und der Hungerturm ganz schön gruselig. Da es zum Planschen am Fluss zu kühl war, wurde der Nachmittag am Ferienhof verbracht und mit der Senior-Wirtin Apfelstrudel gebacken. Außerdem wurde wieder draußen gespielt, geschaukelt, es wurden die Tiere gefüttert und gestreichelt und vor dem Schlafengehen wurden Ansichtskarten geschrieben und das Quiz-Blatt vom Stift Zwettl fertiggestellt.

Mittwochs packten wir uns beim guten Frühstücksbuffet Lunch-Pakete, denn an diesem Tag machten wir einen Tagesausflug ins Unterwasserreich nach Schrems und in die Glasbläserei Apfelthaler. Trotz des starken Regens konnten alle die Ausflüge genießen. Unter Regenschirmen konnten wir sogar die Fischotter im Freigehege bei der Fütterung beobachten. Das gefiel den meisten Kindern besonders gut. Aber auch das Plankton-Kino, die großen Fisch-Aquarien, die Otterbau-Rutsche und die Mikroskope begeisterten die Kinder.

In der Glasbläserei sahen wir die Herstellung einer Dekokugel für den Garten und jeder Bub und jedes Mädchen durfte selbst eine Bewässerungskugel blasen.

Den kühlen Abend verbrachten wir mit Spielen, Vorlesen und Tagebuchschreiben.

Im Bärenwald war es am Donnerstagvormittag zwar trocken, aber sehr kalt – nur 10 bis 12 Grad bei der gesamten Führung durch das Bärenrettungsprojekt der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“. Hier lernten wir viel über Bären und deren artgerechte Haltung.

Unseren letzten Nachmittag im Waldviertel verbrachten wir in Schönbach, besichtigten das Wäschepflege-Museum und stellten in der Seifensiederei selbst Schwimmseife her.

Am Freitag hieß es Abschied nehmen. Die Kinder freuten sich schon auf das Wiedersehen mit ihren Familien. Zuvor lernten sie in Maissau aber noch über die Entstehung von Amethysten und durften am Schürffeld selbst nach den schönen lila Edelsteinen graben.

Zum Schluss dieses Textes möchte ich die Kinder loben. Sie waren – wie immer – sehr brav und höflich. Es war eine Freude mit ihnen eine Woche im Waldviertel verbringen zu dürfen und ich würde das jederzeit wieder machen. Auch meine Tochter, der Busfahrer Kevin und die Gastgeber am Ferienhof Stanzl waren mit dem Benehmen der Volksschüler/innen sehr zufrieden und teilten ihnen das auch mit. Abends war es bald nach dem Gute-Nacht-Sagen still und morgens, selbst wenn einige bereits sehr früh wach waren, gab es auch keinen Lärm. Die Mädchen und Buben warteten in ihren Zimmern auf das Wecken und verbrachten die Zeit mit Plaudern, Spielen oder Lesen.

Bedanken möchte ich mich bei den Klasseneltern, die mir alle ihre Kinder für fünf Tage und vier Nächte anvertraut haben, aber vor allem bei meiner Tochter Nathalie für ihre Begleitung. Es war eine sehr schöne Woche.