Die 3. + 4. Klasse nahm am Südwind-Workshop mit dem Titel „Der lange Weg der Jeans“ teil. Der Workshoptag fand in Kooperation mit der Gemeinde statt.
Gemeinsam mit Südwind-Referentin Monika Schneider-Mendoza begaben sich die Schüler:innen auf die Spur der Herkunft ihrer Kleidung und untersuchten die Produktionsbedingungen, unter denen Textilien weltweit hergestellt werden. Im Fokus des Workshops stand der unsichtbare Weg, den Kleidungsstücke wie Jeans zurücklegen, bevor sie in unseren Geschäften landen und die Frage: „Was hat Kleidung eigentlich mit Gerechtigkeit zu tun?“ Der Anbau der Baumwolle wurde ebenso besprochen wie die Verarbeitung und Entsorgung unserer Kleidung. Lange Arbeitsstunden, ungerechte Entlohnung und der Einsatz von gefährlichen Stoffen und Pestiziden sind nur einige der beschwerlichen Umstände bei der Produktion unserer Kleidung.
Die Zahl der erzeugten Kleidungsstücke in den letzten 15 Jahren hat sich verdoppelt. In Österreich fallen dadurch jährlich 115 000 Tonnen Alttextilien an, wobei mehr als die Hälfte weggeworfen wird. Textilien, die nicht im Restmüll landen, werden häufig ins Ausland exportiert. Ein Teil davon stammte aus Kleiderspenden. Wo die gespendeten Altkleider landen, hängt vom Zustand ab. In Sortierzentren in Osteuropa oder Italien werden hochwertige Stücke aussortiert, der Rest wandert weiter nach Asien oder Afrika. Diese Kleiderspenden sind dann oft nur mehr von geringer Qualität und werden auf Deponien entsorgt, landen in der Natur oder im Meer.
Aber was können wir tun? Die Kinder der Volksschule praktizieren bereits ressourcenschonende Ansätze: sie schenken beispielsweise Kleidung an Geschwister und Verwandte weiter. Generell gilt es die Lebensdauer unserer Kleidung zu verlängern – sei es durch Weitergeben, Reparieren oder Recycling. Südwind fordert, dass Textilproduzent/Innen in die Verantwortung genommen werden müssen.














